Der Täter war die Zielgruppe.

Shownotes

Hallo und Shalom, du lieber Mensch.

Zielgruppen sind häufig zu generisch, zu flach, um zu funktionieren. Je mehr du in die Tiefe gehst, umso eher bist du auch in der Lage, deine Arbeit konkret zu steuern. Dazu gehören Ansprache, die Wahl der Plattform, die Entscheidung über Medien und so viel mehr. Egal, ob du sprichst oder schreibst, die Zielgruppe entscheidet über dein gesamtes Contentsystem und dein Angebot.

Viele denken: "Ich erstelle ein Angebot und dann suche ich nach meiner Zielgruppe.". Das ist kurzsichtig gedacht und führt selten zum Erfolg. Genau, im Grunde gar nicht. Niemand möchte immer und immer wieder an seinem Angebot arbeiten, nur weil es nicht läuft.

Der Fokus im Marketing sollte niemals sein, alle Menschen zu erreichen. Und genau hier entsteht die wichtigste Fehlerquelle für falsche und ungenaue Zielgruppenformulierungen.

Und ich kann dich beruhigen. Das ist keine Frage von hochkomplexen Prozessen. Je einfacher du deine Zielgruppenformulierung hältst, umso leichter machst du dir selbst dein Marketing. Komplex und tief sind übrigens nicht dasselbe.

Ich gehe in der Folge einmal darauf ein, warum dein Produkt nicht schlecht ist, nur weil du bei der Wahl der Zielgruppe nicht genau genug warst.

Damit enden auch die 5 Episoden der Cold Cases. Die nächste Folge ist wieder ein Interview. Und sogar eins mit einem Wiederholungstäter.

Wenn du meine Episoden kennst, weißt du vielleicht auch, wer es sein könnte. Wenn du noch nicht alle Folgen gehört hast, ist das jetzt ein ganz toller Zeitpunkt.

Ich freue mich sehr darauf, dieses inspirierende Interview mit dir zu teilen.

Für heute sage ich

Bye und Shalom,

Millaine

Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo und Schalom!

00:00:00: Und schön, dass du auch zu dieser Podcast-Folge wieder eingeschaltet hast.

00:00:03: Oder bist du neu hier?

00:00:05: Dann ist das deine Folge umzuleiben.

00:00:07: In den kommenden Episoden – also in dieser und auch noch in einigen weiteren Folgen – dreht es sich um Cold Cases, kalte Fälle, Dinge die immer wiederkehren aber über die nicht genug gesprochen werden kann.

00:00:20: Die Folgen sind kurz und auf den Punkt.

00:00:21: Die Zeit reicht für einen achtsamen Genuss eines Cafestes oder eines anderen Lieblingsgedrängs.

00:00:27: Lass uns also einsteigen... Willkommen zu True Crime Marketing.

00:00:39: Und für dich als kleine Anmerkung, ich habe dieses Intro für jede Folge neuerengesprochen und ich frag mich gerade warum ich es nicht einfach nur einmal aufgenommen habe.

00:00:59: Heute schließen wir eine Akte ab mit der sich viele Kreative schon einmal beschäftigen mussten.

00:01:06: und wie schliessen heute unsere fünf Cold Cases als Quickfire ab?

00:01:11: Also das bedeutet diese kurzen Folgen die ich jetzt mit dir geteilt hab.

00:01:17: Du hast ein gutes Produkt, ein durchdachtes Angebot positive Rückmeldung und trotzdem bleiben die Verkäufe aus.

00:01:24: Der erste Verdacht liegt schnell auf der Hand.

00:01:26: das Produkt muss wohl nicht gut genug sein.

00:01:28: den Satz hast du vielleicht schon einige Male gehört in diesen Episoden doch wie ganz oft lohnt sich ein zweiter Blick auf den Tatort.

00:01:40: Wir schicken Kommissar Zufall aus der letzten Folge also noch ein zweites Mal an dem Tatort Denn die heutige Akte trägt den Titel Der Täter war die Zielgruppe.

00:01:53: Stellen wir uns mal vor, jemand entwickelt ein Produkt mit viel Leidenschaft.

00:01:57: vielleicht ein Buch?

00:01:58: Ein Kunstwerk?

00:01:58: Ein Podcast?

00:01:59: Eine Onlinekurs oder eine handgefertigte Postkarte.

00:02:03: Die Qualität stimmt.

00:02:05: Menschen, die das Produkt kennen sind begeistert und trotzdem passiert zunächst nur wenig Und dann beginnen schon nach kurzer Zeit die Anmittlungen.

00:02:16: War der Preis zu hoch?

00:02:17: War das Design nicht ansprechend?

00:02:18: War die Werbung schlecht?

00:02:20: Es sind alles berechtigte Fragen.

00:02:22: Doch manchmal übersehen wir den wichtigsten Hinweis, wer hat das Produkt eigentlich gesehen?

00:02:27: Auch den Gedanken hatten wir schon!

00:02:30: Aber Marketing bedeutet eben nicht nur sichtbar zu sein.

00:02:33: Marketing bedeutet für die richtigen Menschen sichtbaar zu sein.

00:02:37: Dazu mal noch ein einfaches Beispiel um das ganze rundzumachen Wir machen heute den Abschluss für diese Themen.

00:02:45: Ein veganes Kochbuch wird einem Menschen gezeigt der sich ausschließlich für Grillrezepte interessiert.

00:02:52: Man kann vegan grillen durchaus, aber das soll nicht das Thema dieses Post sein.

00:02:59: Beziehungsweise dieser Podcast-Folge.

00:03:01: natürlich mache ich auch noch einen Post daraus.

00:03:05: Ist denn jetzt das Kochbuch schlecht?

00:03:07: Nee, natürlich nicht!

00:03:08: Es wurde einfach nur der falsche Person gezeigt.

00:03:10: und genau das passiert im Marketing häufiger als wir denken.

00:03:14: Der ach so schlaue Algorithmus kann auch mal falsch liegen.

00:03:19: Wir veröffentlichen ein Beitrag.

00:03:21: Dieser Beitrag erreicht viele Menschen.

00:03:24: Doch die Reichweite allein sagt nichts darüber aus, ob dieses Thema überhaupt für Menschen interessant ist.

00:03:33: Haben Menschen überhaupt Interesse an unserem Thema?

00:03:36: Und nicht jeder der auf Social Media unterwegs ist zeigt eine Kaufbereitschaft!

00:03:40: Bei manchen Menschen und das aus eigener Erfahrung an dieser Stelle ist Kaufbereitschaft kaum bis gar nicht mehr verfügbar.

00:03:49: Trotzdem haben Sie die Chance, Deine Inhalte zu sehen.

00:03:53: Manchmal ist der Grund für fehlende Kaufbereitschaft eine finanzielle Herausforderung – den Geld wird immer knapper und bei manchen Menschen ist es eine intrinsische Weigerung gegen Kaufen.

00:04:07: Manche Menschen haben auch noch nicht verstanden das in twenty-sixen, zwanzig Instagram oder TikTok nicht mehr das private Fotoalbum sind sondern echtes Business!

00:04:17: Das wird sich so schnell auch nicht ändern.

00:04:20: Innerlich schalten diese Menschen ab, wenn sie hören wie du über dein Produkt sprichst.

00:04:25: Deshalb ist mit dir aber nichts falsch!

00:04:28: Das ist eine Grundhaltung die leider immer bestehen bleiben wird so lange es Social Media gibt.

00:04:33: Du kannst schlagende Argumente haben.

00:04:35: Menschen werden nicht kaufen weil sie gar nicht kaufen wollen.

00:04:39: Sie wollen scrollen Sie wollen die Dopamin füttern und dafür sind sie auf social media.

00:04:44: Diese Menschen kannst und wirst du nicht verändern.

00:04:49: deshalb kann ein Beitrag mit wenigen Aufrufen mehr wert sein als zum Beispiel einen Beitrag, mit vielen Tausenden aufrufen.

00:05:00: Weil diese hundert Menschen genau zu deiner Zielgruppe gehören.

00:05:03: eigentlich hast du dann genau alles richtig gemacht weil dann weiß der Algorithmus wem er deine Post ausspielen soll.

00:05:11: bei meinen Ermittlungen stoße ich auch hier immer wieder auf denselben Fehler.

00:05:15: viele Kreative versuchen möglichst vielen Menschen zu gefallen.

00:05:18: sie verbiegen sich sie nutzen Trend Sounds die aber eigentlich gar nicht zugelassen sind für den deutschen Markt und dann kommt die große Abmahnung.

00:05:28: Oder viele folgen irgendwelchen Trends, weil sie denken dass sie damit irgendwas erreichen.

00:05:33: aber eigentlich entspricht es überhaupt nicht in Werten und genau das merkt man ihnen auch eindeutig an.

00:05:40: Je allgemeiner die Botschaft desto weniger fühlen sich Menschen am Ende wirklich angesprochen.

00:05:45: Die spannende Frage ist deshalb nicht wie erreiche ich alle sondern wer soll sich angesprochen fühlen?

00:05:52: Denn nicht jeder kann oder muss dein Buch lesen.

00:05:55: Nicht jeder muss deinen Podcast hören und nicht jeder muss dein Produkt kaufen Und das ist völlig in Ordnung.

00:06:02: Marketing soll keine Massenveranstaltung werden.

00:06:06: Du möchtest kein Influencer werden Und auch das verurteile ich nicht.

00:06:12: Ich bin selber Influenza am kleinen Rahmen Und ich wäre ja dumm wenn ich sagen würde, dass es irgendwas...irgendwas ist falsch damit Aber jeder entscheidet sich für einen anderen Weg.

00:06:24: Wenn nur ein Produkt verkaufen möchtest, dass dein Produkt ist wenn du deine Kunst verkaufen möchtest dann ist das total okay wenn du eben nicht tausende oder Millionen Menschen erreichst.

00:06:36: Es ist genau die Suche nach den Menschen die sagen genau das habe ich gesucht.

00:06:40: Das braucht Zeit manchmal Geduld und die richtigen Menschen laufen nicht immer am ersten Tag an unserem Schaufelster vorbei.

00:06:48: Genau deshalb lohnt es sich nicht nur die Verkaufszahlen zu betrachten, sondern auch die Richtung.

00:06:53: Erreichen deine Inhalte heute mehr Menschen, die wirklich zu deinem Thema passen als noch vor einigen Wochen?

00:07:00: Entstehen dabei echte Gespräche?

00:07:03: Die sind so wertvoll!

00:07:05: Kommen Rückmeldungen von genau den Personen für die du dein Angebot entwickelt hast?

00:07:10: Das sind oft die entscheidenden Hinweise.

00:07:14: und wir kommen schon zur letzten Auflösung einesfalls eines dieser fünf Cold Cases.

00:07:20: Der Täter war wieder nicht das Produkt, es war nicht das Marketing.

00:07:24: Es war die Annahme dass dein Produkt für jeden Menschen gemacht sein muss.

00:07:29: Doch das ist nicht die Aufgabe von Marketing.

00:07:32: Die Aufgabe vom Marketing ist es Verbindung zwischen einem guten Produkt den Menschen herzustellen wie genau dieses Produkt brauchen oder sich darüber freuen.

00:07:42: Wenn du also heute auf deine eigenes Produkt schaust frage dich als erstes Nicht Warum interessiert sich niemand dafür?

00:07:50: Sondern praktisch.

00:07:51: stattdessen lieber, haben die richtigen Menschen überhaupt schon die Chance gehabt es zu entdecken.

00:07:57: Die Richtigen!

00:07:58: Denn manchmal ist der Fall nicht ungelöst.

00:08:01: Wir haben nur noch nicht den richtigen Zeugen gefunden.

00:08:06: Und um diese Serie jetzt auch endgültig abzuschließen Noch eine weitere Aufklärung.

00:08:11: Die fünf Themen dieser Serie waren alle samt persönliche Erfahrungen aus den letzten Monaten von mir.

00:08:18: Als meine erste Postkarte auf Kofi erschienen ist, hat sie niemand gekauft.

00:08:23: Sie wurde bis heute nicht verkauft.

00:08:25: Ich habe alles hin und her gedreht die Schuld bei mir gesucht und dann verstanden Vielleicht sind in meiner Community auch gar keine Menschen die noch Postkarten verschicken Und für den BtoB Kontext das zu teilen wirkte für mich eher albern.

00:08:40: Dann hab ich mich dazu entschieden mit meiner Kunst b to c also Business Also von Business zu Customer, zu Business-to-Business zu gehen.

00:08:49: Und ich hatte hier innerhalb weniger Tage bereits den ersten Kontakt und durfte mein Portfolio teilen!

00:08:55: Dieser Kontakt formt sich jetzt so langsam und daraus könnte ehrlich was entstehen... ...und das ist einfach eine andere Zielgruppe mit einer anderen Kaufbereitschaft.

00:09:05: Das soll nicht heißen dass private Personen kein Verständnis für Kunst haben aber es ist oft ein anderes Verständnis Denn wenn jemand ein Unternehmen leitet, dann hat er einen Budget und dann hat der nicht ständig die Angst davor Geld auszugeben.

00:09:21: Und in den vergangenen Jahren ist es einfach so, dass es für die meisten finanziell immer schwieriger wird.

00:09:27: Das ist ein echtes Thema und das dürfen wir nicht vergessen!

00:09:31: Ich bin ganz ehrlich mit dir.

00:09:33: natürlich habe auch ich geglaubt, dass irgendwas schlecht mit meinen Produkten ist aber nichts war schlecht an meine Produkte.

00:09:40: Nichts ist schlechter meiner Kunst Und nicht die Idee war falsch, es haben einfach nur noch nicht die richtigen Menschen davon gehört.

00:09:50: Das war die heutige Folge von True Crime Marketing mit mir, und damit endet diese Serie!

00:09:57: Für die kommende Zeit habe ich wieder tolle Interviewgäste eingeladen.

00:10:01: einige davon sind sogar Wiederholungstäter.

00:10:04: Du wirst sie hören und hoffentlich wieder erkennen.

00:10:07: Sie schreiben?

00:10:08: Nein, sie sprechen mit mir über ihre Themen und brennen genauso wie ich für die echen Verbrechenden Marketing.

00:10:15: Und an der Stelle sage ich wie immer, bis zum nächsten Fall.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.